Kranzgasse 2026 – Hoffnung für einen sicheren Schulweg oder verbaute Chance?

Im Frühjahr 2026 fangen die Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt der Äußeren Mariahilfer Straße an. Zwischen Clementinengasse und Anschützgasse werden Fußwege verbreitert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Es wird entsiegelt und 45 Baumpflanzungen bringen Lebensqualität in die Straße. Mit einem baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radweg wird auch die Hauptradroute ihrem Namen gerecht.

Fokus Schulweg: Clementinengasse Kranzgasse

Für uns Grüne ist klar, wenn aufgegraben wird öffnen sich Chancen. So auch in der Clementinengasse, in welcher die Anwohner:innen bald einen neuen Dorfplatz genießen können. Endlich wird der Durchzugsverkehr zum Mariahilfer Gürtel unterbunden, das bringt Sicherheit und weniger Verkehrsbelastung für das Grätzl.

Die Kranzgasse befindet sich in einer ähnlichen Situation: Sie grenzt an die Mariahilfer Straße und könnte viel von einem Umbau profitieren. Aktuell zeichnet sie sich durch schlechte Sichtbeziehungen, schmale Gehsteige sowie, unklare Querungen aus und ist durch das hohe Verkehrsaufkommen stark belastet. Bäume sind in der Kranzgasse kaum ein Thema. Diese Problematiken werden hier noch verstärkt, da die Kranzgasse stark genützter Schulweg für die Schüler:innen des BORG Henriettenplatz, der Volksschule Oskar Spiel und dem Bildungscampus Flora Fries ist.

Umbauarbeiten als Chance für Umgestaltung

Eine Umgestaltung kann jedoch sehr teuer für den Bezirk werden, da ein Großteil der Kosten bei nachhaltigen Maßnahmen durch Aufgrabungsarbeiten entsteht. Solche Grabungen sind sehr ressourcenintensiv. Hier hat das Grätzl jedoch Glück! Derzeit (Februar-April 2026) werden Arbeiten an den Gasleitungen verrichtet, für dessen Durchführung tief gegraben werden muss. Gemeinsam mit uns Grünen hat sich die SPÖ und der SPÖ-Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht dazu bekannt, jede Baustelle zu nutzen, um klima- und zukunftsfitte Maßnahmen zu treffen (Bezirksvertretungssitzung vom 04.12.2025).

Betoniert der Bezirk die Chance?

Jetzt wird es jedoch ernüchternd: Wir Grüne haben unter Zusammenarbeit mit Anrainer:innen bereits im September und Dezember 2025 Anträge und Anfragen an die Bezirksvertretung geschickt, um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Umgestaltung bestehen. In mündlichen Beantwortungen des Bezirksvorstehers hieß es sinngemäß: Zu teuer, und seitens der Stadt Wien seien keine Grabungen für eine günstige Umgestaltung geplant.

Wer aufmerksam gelesen hat, merkt: hier hakt es! Im Dezember behauptet die SPÖ, es wären keine Grabungen geplant, im Februar stehen wir in der Kranzgasse und können metertiefe Löcher bestaunen. Diese Inkonsequenz ist nicht nur ärgerlich, sondern wäre für Jahre eine verpasste Chance für die Bewohner:innen von Rudolfsheim-Fünfhaus. Dies zeichnet sich auch beim Bezirksbudget von 2026 ab, in dem kaum Geld für sicherere Schulwege und Klimawandelanpassungen zu finden ist.

Werde mit uns aktiv für eine sichere Kranzgasse!

Die Zeit wird knapp für die Kranzgasse, denn die Bauarbeiten sind bloß bis April 2026 geplant. Schafft es die SPÖ noch, mit unserer Hilfe eine zukunftsfitte Lösung für die Kranzgasse zu finden? Oder werden die Löcher gleich wieder zubetoniert, und die Hoffnung auf sichere Schulwege für Jahre begraben? Wir Grüne setzen uns mit aller Kraft für eine sichere Kranzgasse ein. Hilf uns dabei und fordere über post@bv15.wien.gv.at einen sicheren Schulweg für die Kranzgasse!