Zwischen Suchthilfe und Unsicherheit – Lösungen für ein besseres Wohnumfeld

Das Tageszentrum Jedmayer der Suchthilfe ist eine wichtige & gut funktionierende Institution für suchtkranke Menschen. Die Bevölkerung in der Wohnumgebung sieht sich jedoch mit einem Nutzungskonflikt konfrontiert. Es besteht ein starkes Unsicherheitsgefühl, verstärkt durch regelmäßige Verschmutzungen in Parks und Stiegenhäusern. Jetzt braucht es den Dialog mit den Menschen und vor allem eine zügige Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen.

Herausforderungen im südöstlichen Bezirksteil

Anwohner:innen berichten von zunehmender Unsicherheit, Verschmutzung und einer problematischen Situation im öffentlichen Raum. Bei Bezirksvorstehung und Stadtverwaltung findet sie nicht ausreichend Gehör.

Maßnahmenpaket für sofortige Verbesserungen der Wohnumgebung

Um das Spannungsfeld zwischen Suchthilfe und Anwohner:innen zu entschärfen, haben wir ein Sofortmaßnahmenpaket entwickelt, dass die Lebensqualität im Grätzl verbessern soll: Runder Tisch mit Expert:innen, Behörden, Bezirksvorstehung und Anwohner:innen zur Bestandsaufnahme der Problematik

Runder Tisch

Runder Tisch mit Expert:innen, Behörden, Bezirksvorstehung und Anwohner:innen zur Bestandsaufnahme der Problematik

Dezentralisierung der Suchthilfe

Expert:innen sollen prüfen, welche Angebote der Suchthilfe zusätzlich auch an anderen Standorten angeboten werden können – die Verteilung würde die Frequenz und Belastung um die Station Gumpendorferstraße spürbar senken.

Niederschwellige Spritzentauschprogramme

Das Wiener Spritzentauschprogramm fokusiert sich zu stark auf das Jedmayer. Dieses Ungleichgewicht lässt sich durchniederschwelligere Spritzentauschprogramme und gezielte Bewerbung verringern und führt zu einer niedrigeren Frequenz im Tageszentrum Jedmayer.Systematische

Verbesserungen des öffentlichen Raums (Sozialräumliche Analyse)

Eine wissenschaftliche Untersuchung soll die Ursachen für das steigende Unsicherheitsgefühl ermitteln & Handlungsempfehlungen an die Politik erarbeiten. Damit sollen langfristige Lösungen gefunden werden, die auf die Bedürfnisse von Anwohner:innen und Suchtkranken gleichermaßen eingehen. Dadurch kann der öffentliche Raum, wenn zum Beispiel Angsträume bestehen, konkret und zielsicher umgestaltet werden.

Kontraproduktive Kürzungen

Kürzungen in der Sucht- und Drogenhilfe, insbesondere bei arbeitsintegrativen Maßnahmen, führen zu einer Verschlechterung der Betreuung und somit der Lebenssituation von Süchtigen in ganz Wien.

Öffentliche Toiletten und Mistkübel

Verschmutzungen im öffentlichen Raum und in Stiegenhäusern sind ein weiterer Kritikpunkt der Anwohner:innen. Mehr Mistkübel und die Errichtung einer öffentlichen Toilette sind sinnvolle, direkte Maßnahmen.

Sicherheit durch Förderungen für Eigentümer:innen

Um den Anwohner:innen zu helfen, soll die Stadt Wien gezielte Förderungen für den Austausch von Klingelanlagen und die Einführung moderner Zugangssysteme (wie Begeh-Cards) anbieten. Das schützt die Privatsphäre und erhöht das

Sicherheitsgefühl der Bewohner:innen.

Mit diesem Paket bieten wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen, die sofort umsetzbar sind. Damit können wir das Grätzl sowohl für Anwohner:innen als auch für suchtkranke Menschen zu einem lebenswerteren Ort machen.