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am 16. Juni

Kinderfreundliche Mobilität im Stadtverkehr

Christoph Obenhuber - Von einem Umstieg auf das Fahrrad werden gerade unsere Kinder und Jugendlichen besonders profitieren. Durch die aktive Teilnahme am Stadtverkehr lernen sie mehr Verantwortung zu übernehmen, auch in Hinblick auf die Bewältigung der Aufgabe Klimaschutz. Die zusätzliche Bewegung im Freien erhöht ihr Wohlbefinden und steigert ihre Leistungsfähigkeit.

Österreichweit fährt laut einer Studie des VCÖ (2015) jedoch nur jedes vierte Kind im Alter von 11 bis 15 Jahren zumindest gelegentlich begleitet oder alleine mit dem Rad zur Schule. Eine vertiefende Auswertung des Mobilitätsverhaltens der Wiener Bevölkerung zum zu Fuß gehen (2015) im Auftrag der MA 18 zeigt, dass das Fahrrad für Wege zur Ausbildung von nur 1% der 6 bis 10 Jährigen und von nur 5% der 11 bis 14 Jährigen genutzt wird.

Dem Ziel Kinderfreundliche Mobilität entspricht das Regierungsübereinkommen von 2015, in dem die Stadt Wien die Mobilität von Kindern und Jugendlichen als Themenschwerpunkt der Legislaturperiode vereinbart hat. Weiters wurde das Ziel formuliert, dass Mobilität “für alle - insbesondere Kinder - noch sicherer” (ebd. S. 91) wird. 

Damit der Umstieg auf das Fahrrad erfolgreich verläuft, braucht es gerade in der Stadt geeignete Rahmenbedingungen und ein besseres Zusammenspiel von Infrastruktur, Bewusstseinsbildung und Ausbildung. Eine gezielte Vorbereitung auf das Radfahren im Stadtverkehr durch angeleitete Übungen im Verkehrsraum ist vor allem für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen unumgänglich.

Schulterblick - Die Wiener Radfahrschule bietet im Sinne des Umstiegs auf kinderfreundliche Mobilität Radfahrkurse für Schulklassen der 4. und 5. Schulstufe im Verkehrsraum an. Auf Basis des selbst entwickelten Schulterblick-Konzeptes erwerben die Kinder jene fahrtechnischen, kommunikativen und kooperativen Fähigkeiten, mit denen sie beim Radfahren erfolgreich ein Miteinander umsetzen können. Das Regelwissen und die Bereitschaft, sich generell an die Regeln zu halten, stehen dabei im Dienste der Kommunikation und Kooperation.


Damit der Umstieg auf das Fahrrad gut gelingt, achten Sie als Eltern darauf,

1. im Stadtverkehr generell vor dem Kind zu fahren. So ist Ihr Kind besser geschützt und kann von Ihrem Verhalten lernen. Lassen Sie Ihr Kind erst dann vorfahren, wenn Sie es auf das unbegleitete Radfahren vorbereiten wollen.

2. sich im Sinne eines Miteinanders ausreichend Zeit für klare Verständigung zu nehmen. Dafür ist die Wahl einer angemessenen Fahrgeschwindigkeit entscheidend. So können Sie sich nicht nur mit anderen Verkehrsteilnehmer_innen erfolgreich verständigen, sondern auch mit Ihrem Kind.

3. dass Ihr Kind für andere gut wahrnehmbar  ist, z.B. durch Licht und helle bzw. reflektierende Kleidung. 


Neben Radfahrkursen für Schulklassen bietet Schulterblick auch Eltern-Kind-Kurse und Schulwegbegleitungen an und gestaltet im Sommer fünf Wochen bei Ferien4Kids - Feriencamps für Kinder und Jugendliche.

www.schulterblick.at

https://de-de.facebook.com/SchulterblickDieWienerRadfahrschule

Feriencamp Stadion Center: http://www.ferien4kids.at/sportcamps/mountainbike-feriencamp/387/

Feriencamp Wienerberg: http://www.ferien4kids.at/sportcamps/mountainbike-feriencamp/471/
 

Studie MA 18 (2015): https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008453a.pdf

VCÖ (2015): www.vcoe.at/news/details/vcoe-in-oesterreich-radelt-nur-jedes-4-kind-zur-schule

Regierungsübereinkommen Wien 2015: https://www.wien.gv.at/politik/strategien-konzepte/regierungsuebereinkommen-2015/pdf/regierungsuebereinkommen-2015.pdf