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am 28. Februar

CHANCE AREAL WESTBAHN

Thomas Fleissgarten - Sie habn a Haus baut. Sie ham uns a Haus herbaut.

Wer kennt nicht die Zeilen von Arik Brauer, wenn von heute auf morgen ein Haus entsteht. In diesem Fall soll ein neuer Stadtteil im Bezirk entwickelt werden. Es sind Teile der Westbahnhofgründe entlang der Felberstraße, die von der ÖBB zum Verkauf stehen. Ab dem Jahr 2020 sollen die Grundstücke verkauft werden. Es wird ein neuer Stadtteil in einem schon sehr urbanen Umfeld entstehen, kleiner als rundum den Hauptbahnhof, aber doch in einer Größenordnung, die den Bezirk verändern wird. Die zu entwickelnde Fläche hat ca. 130.000 m² Bruttogeschossfläche.

Mit dem Konzept des neuen Hauptbahnhofs wurden die ehemaligen Kopfbahnhöfe in Wien zu Regionalbahnhöfen. Im Jahr 2002 wurde der Wettbewerb für das Westbahnhofgelände von der ÖBB ausgeschrieben. Aus diesem Wettbewerb ging das Büro Neumann als Sieger hervor. Die Flächenwidmung wurde dann im Jahr 2006 gemäß dem Masterplan des Siegerprojekts festgelegt.

Inzwischen sind 11 Jahre vergangen! Noch gibt es keinen gültigen Bebauungsplan für die zum Verkauf stehenden Flächen. Aber sind die Überlegungen des Büro Neumann heute noch gültig? Der Entwurf sieht ein Gesamtkonzept für die Gleisanlagen zwischen Felberstraße und Avedikstraße vor. Nach neuem Stand wird nur aber ein Teilbereich von der ÖBB entwickelt. Noch immer schwirren so viele Ideen durch den Raum, wie z.B. Bundesstraße 224, die Verlegung der Straßenbahnlinie 52...

Die anderen Parteien haben ihre eigenen Planungswünsche parat: Die ÖVP fordert die geplante Anbindung der B224. Die FPÖ legt Petitionen zur Unterschrift für Bürger_innen aus, die nur leere Worthülsen beinhalten. Die SPÖ betreibt Bürger_inneninformation mittels Presseaussendungen, die eine Querungsmöglichkeit für Radfahrer_innen und Fußgeher_innen beinhalten. Standardisierte Sätze für eine großes städtebauliches Entwicklungsgebiet, aber keine Ideen für das WIE.

An unseren Bezirk wird hier wenig gedacht. Denn wenn jetzt nur Teilflächen entwickelt werden, wer ist für das Gesamtkonzept verantwortlich? Wir Grüne bekennen uns zu einer sinnvollen Nachverdichtung im von Infrastruktur bestens aufgeschlossenen Gebiet. Klar sind die Forderungen nach Grünräumen, nach zusätzlichen Nord-Süd Verbindungen. Doch wo die sind die öffentlichen Einrichtungen für die Bewohner_innen des neuen Stadtteils, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Kindergärten, die Schulen, die Gesundheitsversorgung?

Wie ein kooperatives Planungsverfahren ablaufen soll, da haben wir Grüne eine genaue Vorstellung. Die Bürger_innen vom 15. Bezirk sind mündig um sich daran zu beteiligen und werden auch kreativ genug sein, die besten Ideen für ihren Bezirk zu formulieren. Damit es uns nicht so geht...

Gestern nachmittag hab ich beim Fenster aussegsehn

Heute in der Früh habn's mir den Himmel schon verstellt