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am 26. August

SPÖ Wien streitet, Rudolfsheim-Fünfhaus leidet

Florian Bichl, Haroun Moalla - Das Grätzl um den autofreien IKEA hätte bald ein beschauliches Zu-Fuß-Grätzl werden können. Jetzt droht Verkehrschaos. Schuld daran ist die Blockadepolitik von SP-NEOS und ein Streit in der Stadt-SP.

Um die Idee eines autofreien Möbelhauses zu verwirklichen hat sich der Bezirk für eine Verkehrsberuhigung, Entsiegelung und Begrünung des bisher sehr grauen Grätzls​ entschieden. Nach erfolgreicher Bürger:innenbeteiligung, sollte dieses Frühjahr ein Masterplan für ein Grünes Grätzl​​ verbindlich umgesetzt werden.

Es fehlt jedoch bis heute jede Spur von einer Umgestaltung. Um das schlimmste Verkehrschaos bei der IKEA-Eröffnung dennoch abzumildern, plante der Bezirk, die Flächen, die später durch Umbauten begrünt werden sollten, durch Betonleitwände von der Verkehrsfläche abzutrennen. Dadurch wäre Autofahrer:innen klar signalisiert worden, dass nur Einkäufe mit den Öffis, zu Fuß oder mit dem Rad erwünscht sind.

Der neueste Streich der Stadt kippte diese jetzt aber auch noch kurz vor deren Errichtung. Das Ergebnis ist ein politischer Kleinkrieg zwischen unserem Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal und der Stadträtin Uli Sima, der mittlerweile medial ausartet.

Der Stillstand hat System

Nach unseren Beobachtungen der letzten Monate, können wir bei der Blockade der Umgestaltung des IKEA-Umfelds nicht von einem Einzelfall sprechen. Es gibt zahlreiche Beispiele in Wien und gleich mehrere im 15. Bezirk, an denen die Stillstandspolitik von Rot-Pink im Verkehrsbereich​ sichtbar wird. Die geplante Verkehrsberuhigung in der Märzstraße​ oder der notwendige barrierefreie Übergang am Rustensteg​ illustrieren, wie Ulli Sima klimafreundliche Mobilität ausbremst. Ganz offensichtlich ist es von SPÖ-Neos nicht erwünscht, dass ein Bezirk sich etwas traut und Klimapolitik konsequent umsetzt.​