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am 28. August

Urbane Hitzeinseln müssen nicht sein!

Marianne Geets - Wissenschafter_innen rechnen mit bis zu 1200 Hitzetoten pro Jahr – wenn nicht schnell Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Es war ein heißer Sommer. Pech haben all die Menschen, die innerhalb so genannter „Hitzeinseln“
leben. Hier nützen auch die gut gemeinten Ratschläge in den Medien nicht viel, auch bei
geschlossenen Fenstern und Jalousien kühlt es innerhalb der Wohnungen in einer Hitzeperiode nicht
ab, die Hitze wird gespeichert und die Nächte sind für viele von Schlaflosigkeit geprägt.

Doch es gibt Strategien gegen die Hitze in den Städten, die Temperaturen könnten um bis zu 10 Grad gesenkt werden. Wien hat dazu einen gut überlegten Strategieplan
(http://www.klimawandelanpassung.at/index.php?id=31113 ). Aber wie so oft, es scheitert an der
Umsetzung. Und so manche Bezirksvorsteher_in scheint an einem eklatanten Informationsmangel zu
leiden. Anders sind manche Entscheidungen nicht zu erklären, z.B. im

Bauausschuss:

In den Bauausschüssen entscheiden die Bezirke in erster Instanz über die Genehmigung von
Ausnahmeregelungen zur Bauordnung. Im 15. Bezirk haben wir Grüne Alternative vereinbart, keiner
weiteren Versiegelung von Innenhöfen – außer bei Aufzugseinbauten – zuzustimmen. Auch
Ausnahmeregelungen in Bezug auf Terrassen- und Flachdachbegrünungen lehnen wir ab. Leider
werden wird in der Regel von den anderen Parteien überstimmt. So einfach wäre es: jeder qm
versiegelte Fläche ist durch Begrünung „abzulösen“, entweder auf Dächern oder an Fassaden.

Fassadenbegrünungen:

Immer wieder versuchen wir mit Anträgen Fassadenbegrünungen zu initiieren. Diese stellen einen
wichtigen Punkt im Strategiepapier der Stadt dar. Aber wo bleiben sie? Nicht einmal bei Bauten, etwa Gemeindebauten, bei denen die Stadt eine direkte Einflussmöglichkeit hat, tut sich etwas.

Bäume:

PKW oder Bäume? Im 15. entscheiden die Parteien SP+FP immer für Stellplätze und das obwohl die
Zahl der PKW – Zulassungen im Bezirk zu den niedrigsten Neuzulassungen österreichweit gehört.

Offene Wasserflächen:

Auch hier werden längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Unterirdische Bäche die, von Ottakring kommend, in den Wienfluss münden, könnten zumindest teilweise wieder an die Oberfläche gebracht werden. Das wäre nicht nur eine ökologische Bereicherung, sondern es wären auch neue kleine Naherholungsbereiche mitten in der Stadt.

Gebäude:

Helle Gebäude reflektiert die Sonnenstrahlen, dunkle Fassaden hingegen heizen sich auf.
Ganzglasfassaden, vor allem nach Westen orientiert, stellen ein besonderes Problem dar. Diese
Häuser müssen im Sommer energieintensiv gekühlt werden, weil die speicherwirksame Masse von
massiven Bauteilen fehlt.


Dies sind nur einige der Maßnahmen, die im Strategiepapier genannt werden. Die Hitzetage werden
zunehmen, die Belastung für die Bewohner_innen auf Grund der Hitze steigen. Das Strategiepapier
muss schnell umgesetzt werden! Es sind diejenigen, die nicht aus den Hitzezentren flüchten können,
die am meisten leiden.


Und das Killerargument „kein Geld“ - ja diese Argument, das wird im Sinn des Wortes zum Killer!​