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am 15. April

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Harald Frassine - Weil Wiens Straßenbäume schneller sterben, als das Stadtgartenamt mit den bisherigen Budgetmitteln nachpflanzen kann, entstehen immer wieder Lücken. Da zahlt es sich aus, dem Magistrat genau auf die Finger zu schauen!

Die fehlenden Bäume am Beginn der Felberstraße erweckten unser Interesse und führten zu mehreren Anfragen beim Magistrat.
Detailaufnahmen der Baumstümpfe.

Am Mittelstreifen der Felberstraße wurde 2020 als Ersatz für eine umgeschnittene Rosskastanie (Stammumfang 114 cm, im Bild „D“) lediglich ein junger Zürgelbaum (im Bild „C“) gesetzt. Daneben befanden sich dort zwei ältere Baumstümpfe ähnlicher Größe („A“, „B“). Daher stellten wir am 4. Juni 2020 in der Bezirksvertretung die Anfrage, warum hier mehrere große alte Bäume durch einen mickrigen Jungbaum ersetzt wurden, statt umgekehrt.

Das Stadtgartenamt beschied uns sehr wortkarg, dass dies schon alles seine Ordnung hätte, es wären bereits drei weitere Bäume gesetzt worden und im Herbst 2020 würde die Mittelallee, in der bis zur Mitte der Hausnummer 10 rund ein Dutzend Bäume Platz hätten, vervollständigt.

Da diese Angaben leicht zu widerlegen waren, stellten wir am 4. März 2021 eine Folgeanfrage. Die Antwort steht noch aus, aber – siehe da: Am 9. April setzte das Stadtgartenamt die drei Jungbäume, die sie angeblich schon im Vorjahr gesetzt hatte! Auch die umgeschnittene Kastanienreihe entlang der Bahnhofsfassade, der eine weitere Anfrage galt, wurde nachgepflanzt. Damit sind auch die Chancen gestiegen, dass die versprochene Mittelallee  ebenfalls realisiert wird.

Es zahlt sich also aus, beharrlich an einem Thema zu bleiben und sich mit den ersten Antworten des Magistrats nicht zufrieden zu geben. Dafür sind wir da.​

Am 9. April 2021 erfolgten die versprochenen Nachpflanzungen schließlich doch noch.