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am 14. Juli

Treff ma uns im Geibelgarten!

Julia Nowotny - Es brauchte einen langen Atem, aber nun ist es soweit. Der lang ersehnte und hart erkämpfte Geibelgarten ist fertig!

Nachdem die Grundstücke in der Geibelgasse 19+21 eigentlich bereits 1995 als EPK – Fläche (Erholungsraum Parkanlage) gewidmet wurden und die Realisierung einer widmungsgerechten Grünfläche an diesem Ort immer wieder verschoben und vertagt wurde, haben wir im Februar 2015 einen neuerlichen Versuch gestartet und einen Antrag auf Umsetzung der Grünwidmung gestellt. Dieser Antrag wurde von Rot, Blau und Schwarz abgelehnt. Mit Unterstützung der Bewohner_innen ist es uns aber gelungen, Druck aufzubauen und letztendlich ließ sich der Bezirksvorsteher auf eine Befragung der Anrainer_innen ein. Nach dieser Befragung mit einigen Hoppalas (https://wien15.gruene.at/themen/demokratie-mitbestimmung/3-000-stimmberechtigte-einfach-vergessen) allerdings war der Wille der Grätzelbewohner_innen klar. Die Fläche sollte eine Grünfläche werden und nicht in Bauland umgewidmet werden, wie es der Wunsch der politischen Mitbewerber_innen gewesen wäre.

Gut Ding braucht Weile

Nachdem die Anrainer_innen mit überwältigender Mehrheit für die Realisierung der Grünfläche gestimmt hatten, wurde das Projekt also offiziell gestartet. Passiert ist dann allerdings wieder einmal lange nichts, oder zumindest nicht viel. Nachdem sich die Anrainer_innenbefragung ohnehin schon über den ganzen Sommer 2016 gezogen hatte, hätte man meinen können, dass die Umsetzung nun an Tempo gewinnen würde, um den Park zumindest gleich im Frühling 2017 für die Allgemeinheit zugänglich machen zu können. Allerdings wurde man schnell eines Besseren belehrt, denn schnell geht in Sachen Geibelgarten gar nichts, wie wir immer wieder feststellen durften. Auf regelmäßiges Nachbohren in diversen Sitzungen wurde dann aber zumindest der Umsetzungsplan im Frühjahr präsentiert und positiv abgestimmt.

Nicht ganz perfekt

Leider konnten wir uns mit unserem Wunsch nach einer zumindest teilweisen Nutzung als Gemeinschaftsgarten nicht gegen Rot, Blau und Schwarz durchsetzen, zu groß war die Angst vor Obstplünderungen und anarchistischen Zuständen im Park, wenn man die Menschen dort Obst und Gemüse anbauen lässt. Schade, denn in sehr vielen Gesprächen, die wir mit Anrainer_innen zum Thema geführt haben, kam der Wunsch nach einem Gemeinschaftsgarten ganz deutlich heraus. Aber wir werden diesen Wunsch nicht begraben und suchen weiter nach einer geeigneten Fläche im Grätzel, um auch dieses Projekt endlich realisieren zu können. Die ungenutzte Sportfläche in der Herklotzgasse beispielsweise würde sich für dieses Unterfangen sehr gut eignen.

Endlich grün!

Gegen Ende des Frühlings wurde dann endlich mit der Umsetzung gestartet und mittlerweile ist der Geibelgarten auch öffentlich zugänglich. Auch wenn wir leider nicht alle Wünsche durchsetzen konnten, so sind wir zufrieden, diese jahrzehntelang brach liegende Fläche endlich für die Bevölkerung gewonnen zu haben.